Jahresrückblick 2025

In diesem Jahr kann ich dann doch wieder den Jahresrückblick pünktlich präsentieren. Wir schauen auf ein sehr anspruchsvolles Jahr mit einigen besonderen Herausforderungen zurück. Es gab einige schwierige Situationen zu meistern, bevor wir jetzt zum Ende des Jahres wieder in ruhige Fahrwasser zurückkehren können.

Bereits im Januar musste ich nach einer Sprunggelenksverletztung einige Wochen pausieren. Da wir im Unternehmen mit Personal in dieses Jahr sowieso schon knapp aufgestellt waren machte das die Sache nicht besser. Somit war auch wenig Zeit für Motorsport, Urlaub und Hobbies.

Trotzdem gab es einige Aktivitäten und auch Jubiläen zu feiern. Die „Safari Murmel“ war das ganze Jahr auf Tour. Bei Classic Shows, Oldtimermessen, Sponsor Veranstaltungen und für einige Wochen auf dem Brocken zu Gast beim Brockenwirt.

Am 1. November konnten wir, vom MSC Burg wieder in Zusammenarbeit mit dem MSC Munster die 30. Internationale ADAC Enduro Geländefahrt Burg ausrichten. Da ich von Anfang an dabei war und somit Höhen und Tiefen der Veranstaltung erleben konnte, war ich unglaublich dankbar und zufrieden für diese aufregende Zeit. Nachdem wir in 30 Jahren einen Weltmeisterschaftslauf, zwei Europameisterschaftsläufe und viele schöne deutsche Meisterschaftsläufe organisiert hatten gab es zum 30. Jubiläum ein völlig neues kompaktes, knackiges Konzept, das wir in den nächsten Jahren noch ausbauen werden.

Das Jahr 2025 gab aber noch Anlass auf bewegte Zeiten in meiner Motorsportkarriere zurück zu blicken. Ein kleiner Auszug gefällig?

1985: Vor vierzig Jahren qualifizierten wir uns endlich für die Teilnahme an der DDR- Rallyemeisterschaft. Im Jahr zuvor scheiterte es an einem technischen Defekt. Nach Bezirksmeistertiteln auf Lada und Trabant durften wir nun in der ersten Liga spielen.

1995: Vor dreißig Jahre endet die FIA- Homologation für den Trabant und somit die Möglichkeit an Weltmeisterschaftsläufen teilzunehmen. Wir starten in der Gruppe A5 zum zweiten Mal in Monte Carlo in Australien und zum Abschluss nochmal bei der RAC- Rallye in England. Mit dem 3.Platz in der Klasse bis 1300ccm sind wir somit der letzte Trabi bei einem WM- Lauf auf dem Podium.

2005: Vor zwanzig gewinnen wir den Weltmeisterschaftslauf in Mexico im Gruppe N Mitsubishi Lancer. Nach dem Ende der Trabi WM Zeit wechseln wir zunächst auf einen Toyota Celica GT4 und verbringen wunderschöne Jahre mit den Freunden von TTE. Diese Freundschaft entwickelte sich, als 1994 Marion Bell- und Ove Andersson uns als „Ehrengäste“ ins Toyota Team aufnahmen und uns die Starts z.B. in Kenia und Australien ermöglichten. Vielen Dank nochmal an die ganze Truppe von damals, Annja, Ollie, Uwe, Herbie…. und all die anderen!!

2015: Vor zehn Jahren starten wir zu 3. Mal bei der Eastafricansafari Rally mit dem „Safari Fritzi“. Nach 9 Tagen und 4000km gewinnen wir die Klasse bis 1600ccm. Ostafrika lässt uns nicht los.

Nun werden wir, ich das alte Jahr so langsam ausklingen lassen und die letzten Tage in Ruhe auf 2026 blicken. Lasst uns alle gesund bleiben und wieder ein bisschen gelassener in die Zukunft schauen. Auch wenn das im Moment ab und an recht schwerfällt.

Ich persönlich freue mich sehr auf das neue Jahr, auf die Erlebnisse und Herausforderungen die es wieder für uns bereithält.

Alles Gute für 2026 wünschen Euch die „Kahlfüsse“, das Mika Motorsport World Rally Team und ich, Micha Kahlfuss.

Jahresrückblick 2024

Ja ich weiß, ich bin spät dran mit meinem kurzen Jahresrückblick für das letzte Jahr aber der Januar ist gerade vorbei und ich hoffe es sollte noch passen.

Nachdem wir vier Monate warten mussten, kam der Safari Container mit unserer „Murmel“ und der gesamten Ausrüstung dann endlich am 23.April im Workshop an. Insgesamt war die Ladung 8 Monate unterwegs. Grund dafür war, dass der Suez Kanal gesperrt war und die Reedereien den weiten Weg außen rum machen mussten.

Aber auch dann musste es wieder schnell gehen denn das August Horch Museum Zwickau in Zusammenarbeit mit Intertrab hatten den Veranstaltern der Retro Classic in Stuttgart versprochen das Auto rechtzeitig anzuliefern.

Es war ein voller Erfolg, da das Auto ja direkt von der Rallye kam.

Danach konnten wir erstmal in Ruhe alles ausladen und der Teufel(Daniel) machte sich mit Jessi ran, den Safari Dreck zu entfernen. Das war wirklich Schwerstarbeit.

Aber das Resultat war spitze und das Auto ging wieder auf die Reise zu den Sponsoren.

Es folgten dann das ganze Jahr über zahlreiche Veranstaltungen, Sponsorenverpflichtungen und vieles mehr. Jeder wollte das Auto sehen.

Dann ging es im Sommer schon wieder an die Vorbereitungen für die internationale Enduro Geländefahrt Burg. Zum 29. Mal haben wir vom MSC Burg, mit Hilfe des MSC Munster eine schöne Enduro DM präsentiert. Leider sind unsere Bemühungen für das Jubiläum zur 30. Geländefahrt Burg 2025 einen EM Lauf zu bekommen, nicht erfüllt worden.

In diesem Jahr, also 2025 gibt es dann wieder ein wichtiges Jubiläum zu feiern. Denn genau im September vor 30 Jahren haben wir die letzte Podiumsplatzierung für den Gruppe A Trabant 601 R bei einem Weltmeisterschaftslauf erkämpft.

Beim WM Lauf in Perth/ Westaustralien erreichten wir den 3. Platz in der Gruppe A5 bis 1300cm. Im Jahr 1995 endete dann auch die Homologation für den Trabant und für uns mit der RAC Rallye eine unvergessene Zeit mit dem Trabi in der WM.

Es gibt noch viele Pläne für die Zukunft. Denn nachdem wir vier Mal die Safari Rallye in Kenia gefahren sind, 1994 als WM Lauf und dann drei Mal als Eastafricansafari Rally also als Langstreckenrallye, haben wir doch etwas Gefallen gefunden an den Marathon Veranstaltungen. Und zwei Safari Rallyeautos stehen zur Verfügung….

Das Jahr 2023 neigt sich dem Ende zu….

Auch diese Jahr war wieder voll mit vielen motorsportlichen Aktivitäten. Da war einmal mehr unsere traditionelle Enduro Geländefahrt Burg vorzubereiten und durchzuführen sowie viele Motorsportausstellungen und Veranstaltungen bei denen wir mit unseren Autos präsent waren.
Aber alles Stand im Schatten der Eastafricansafari Rally 2023.
Es ist geschafft! Platz 39 im Gesamt sowie 3.Platz in der Klasse bis 1600ccm. In den nächsten Tagen wird Zeit sein ein paar Eindrücke zu schreiben. Bis dahin, hier unser Tagebuch vom MDR/Volksstimme und einige Fotos.
Euch allen wünschen wir, das MIKA Motorsport World Rally Team alles Gute für 2024.


https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/magdeburg/jerichow/east-african-safari-rallye-kenia-tagebuch-kahlfuss-trabant-102.html?fbclid=IwAR1uGDKPYyp6RqLJiHoYqTVFrVQHR67J7L7sxR2fCw4IN5qXIGBHzPrdhc0

EASTAFRICANSAFARI RALLY wir kommen!

Die Zeit rennt denn es sind nur noch wenige Tage bis zum Start der Eastafricansafari Rally 2023. Als wir am 31.3.1994 das erste Mal zum Weltmeisterschaftslauf nach Ostafrika fuhren, wussten wir noch nicht was uns erwartet. Mittlerweile haben wir gelernt, dass es ohne Frage eine der härtesten Rallyes der Welt ist. Wer das einmal erlebt hat kommt immer wieder.

Nachdem wir zum 50.Geburtstag der Rallye 2003 wieder dabei waren folgte noch ein Start 2015. Denn alle guten Dinge sind drei. Es ist wohl auch nicht so häufig zu finden das jemand drei Mal mit dem identischen Auto bei dieser Rallye an den Start geht. Die meisten Boliden halten diese Quälerei nur einmal aus.

Das Thema Safari war zunächst erledigt. Mit den Jahren reifte eine Idee, man könnte es doch nochmal mit einem „Kugelporsche“ versuchen. Der Trabant P 60 besitzt ja auch eine FIA Homologation. Wer am Ende den entscheidenden Satz sagte: „Wir machen es!“ lässt sich nicht mehr genau sagen. Jedenfalls wird am 8.12.2023 das erste Mal ein Trabant P60 in Mombasa über die die Startrampe rollen. Drückt uns allen die Daumen!

Mit zwei Serviceswagen, 4 Mechanikern, einigen Betreuern, Fernseh- und Media Leuten geht es dann über 10 Tage und knapp 4000km durch Ostafrika.